Supervision für Einzelpersonen und Teams!

Renate Mentz & Dr. Inge Grell

Auf zu neuen Ufern

Was ist Supervision?

Supervision in der ältesten Tradition war Aufsicht und Anleitung durch einen Vorgesetzten: Professionelle SozialarbeiterInnen in den USA supervidierten freiwillige Sozialhelferinnen. Supervision diente dem Vorgesetzten dazu, professionelles Handeln in seinem Sinne mit dem ausführenden Mitarbeiter durchzusprechen und diese zu einem ganz bestimmten Verhalten anzuleiten. Demzufolge war ursprünglich der Supervisor oft der direkte Vorgesetzte. Heute wird Supervision in der Regel von externen und unabhängigen Supervisoren geleistet und etliche Berufsverbände schließen eine hierarchische Supervision strikt aus.
David Keel beschreibt Supervision in seinem Buch "Qualität von Supervision" (2003) als "Interaktion, deren Aktoren die Rollen „Supervisor“, „Supervisand“ und „Auftraggeber“ spielen. Die Aktoren legen in einem Kontrakt die Spielregeln ihrer Zusammenarbeit fest. Aktoren können Einzelpersonen oder soziale Systeme sein. Die Rollen „Auftraggeber“ und „Supervisand“ können in Personalunion gespielt werden. Die zu reflektierende Praxis umfasst problematische Szenen, die der Supervisand im Beruf, in der Freiwilligenarbeit oder in Bildungssituationen erlebt hat oder auf die er sich vorbereiten will. Die Reflexion fokussiert die Szenen auf das Verhalten und Innenleben der Beteiligten und Betroffenen; auf ihr Miteinander; auf ihre Aufgaben und Vorhaben und/oder auf das Verhältnis des supervidierten Systems zu über-, neben- oder untergeordneten Systemen. Auf der Basis der Reflexion kann der Supervisand Lernziele formulieren, die inner- oder außerhalb der Supervision verfolgt werden können". Aus der Entwicklungsgeschichte heraus sind im Unterschied zum Coaching die Zielgruppen in der Supervision eher im öffentlichen Raum zu suchen - in Sozialpädagogen, Sozialarbeiter, Therapeuten und Berater.
Supervision hat nichts zu tun mit Abnahme von Verantwortung, Besser- Wisserei und Manipulation!
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Supervisionsanlässe und Verträge

Supervision arbeitet immer auf ein bestimmtes Ziel hin. Die Abklärung des Auftrages ist von großer Bedeutung für einen befriedigenden Arbeitsprozess: Wir unterscheiden Explorations-, Kontroll- und Veränderungsverträge. Nachfolgende Anlässe sind für uns ein Ausgangspunkt für eine Einzel- oder Team- Supervision:
• Problematische Situationen im Berufsalltag,
• Zusammenarbeit im Team, Rollenerwartungen und Rollenverhalten,
• Zusammenarbeit mit dem Träger einer Einrichtung,
• Einführung und Integration von neuen Mitarbeitern,
• Beziehung zwischen Supervisand und Klienten,
• Diagnose von Klienten (Fallsupervision).

Einzel- und Teamsupervision

Fokus und Inhalt sind natürlich eng mit dem konkreten Setting verknüpft: In der Einzelsupervision und der Gruppensupervision stehen eher persönliches Verhalten und die zugrundeliegenden Werte, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle im Vordergrund. Jeder Teilnehmende erhält abwechselnd Raum, sich einzubringen und für sich zu lernen. Fallsupervision findet ebenfalls oft in der Gruppe statt. Die Gruppe dient dann jeweils sowohl als Spiegel und Sparringpartner. Die Teamsupervision befasst sich eher mit dem Miteinander, der Zusammenarbeit, gemeinsamen Zielen und Kultur... Sie zielt auf gemeinsames Lernen, Synergie und kreative Lösungen ab. Persönliche Themen werden in dem Masse behandelt, als sie den gemeinsamen Prozess stark behindern oder fördern. Im Rahmen der NLP- und iEMDR- Ausbildung finden Ausbildungssupervisionen statt. Dort bekommen unserer Ausbildungsteilnehmer die Möglichkeit über individuelle Praxissituationen und die Zusammenarbeit in der Ausbildungsgruppe zu reflektieren. Die Ausbildungssupervision nimmt damit eine Zwitterstellung ein.
Wenn Sie Zusammenhänge besser verstehen, schwierige Situationen unter Kontrolle bringen oder auch nachhaltige Veränderungen initiieren wollen, wir stehen als erfahrene Wegbegleiter Ihnen gerne zur Seite. Kontaktieren Sie uns...
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Supervisionsmethoden

Je nach historischer Wurzel und „Schule“ wird in der Supervision eher tiefenpsychologisch, sozial-group-work, klientenzentriert oder systemisch gedacht und damit natürlich auch unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt: analytische Reflexion, Hier-und-Jetzt-Arbeit, Lösungen erarbeiten etc. Allen gemeinsam ist, dass konkrete Ziele für einen bestimmten Zeitraum vereinbart werden und der Erfolg der Supervsion regelmäßig kontrolliert wird. Schulenübergreifend steht in der Praxis ein riesiges Methoden- Inventar zur Verfügung und wird situationsspezifisch eingesetzt nach dem Motto: Was hilft ist gut! Wir arbeiten auf der Grundlage von NLP, Mediation, Systemischer Beratung und iEMDR.
In unserem Institut können sich auch Supervisoren zum iEMDR- Coach ausbilden lassen. Eine Grundausbildung in Supervision wird vorausgesetzt! Die iEMDR- Kompaktausbildung setzt darüber hinaus mindestens eine NLP- Practitioner- Ausbildung bzw. eine Ausbildung in Systemischer Beratung voraus. Die Teilnehmer lernen alle integrativen Protokolle und die klassischen EMDR- Protokolle, die für Supervision & Coaching relevant sind. Sie werden überrascht sein, wie sich ihre Möglichkeiten, Klienten wirksam zu unterstützen, potenzieren..
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